Allergen-Grenzwerte sind VITAL!

Die Gesetzgebung verlangt die Kennzeichnung von Allergenen, aber ohne Referenzmaterial stößt man auf das allgegenwärtige Problem der nicht vorhandenen Grenzwerte.

Jeder Lebensmittelhersteller wird durch die Allergenkennzeichnung mit einer schwierigen Situation konfrontiert. Fällt die Konzentration an allergenen Inhaltsstoffen eines Lebensmittels auf, über oder unter einen Grenzwert, ab dem das Produkt als allergenfrei bezeichnet werden darf? Wie sensitiv muss das Testsystem also sein?

Immer mehr Lebensmittelproduzenten wenden sich von den traditionellen angegebenen Allergenkonzentrationen ab, hin zum Konzept der Aktionsniveaus. Diese Aktionsniveaus wurden ursprünglich von der VITAL-Kampagne (Voluntary Incidential Trace Allergen Labeling) des Australischen Allergen Bureau vorgeschlagen und beziehen sich auf die Menge an Allergenen, die eine allergische Person tatsächlich zu sich nimmt.

Dieses Konzept berücksichtigt die durchschnittliche Portionsgröße. Daher hat ein und dieselbe Allergenkonzentration eine unterschiedliche große Auswirkung auf den Konsumenten, je nachdem ob sie in einer Prise eines Gewürzes oder in der ganzen Portion Nudeln zu finden ist.

Lebensmittelhersteller sollen durch diesen Ansatz dazu ermutigt werden, die Auswirkungen einer möglichen Allergenkontamination in ihren Produkten abzuschätzen. Sie sollen Nachweisgrenzen so festlegen, dass eine wirklich relevante und vorbeugende Allergenkennzeichnungen erreicht wird.

Close
Login