Herausforderungen bei Allergentests - Dotierung und Wiederfindung

In diesem ersten Teil einer Serie diskutiert Adrian Rogers die Grundlagen der Allergenanalyse in Lebensmitteln – von der Auswahl des richtigen Testkits bis zu Methoden zur präzisen Validierung.

Als ich mit der Entwicklung von Immunassays zum Nachweis von Allergenen in Lebensmitteln begonnen habe, war das Erste, was mir auffiel, die enorme Vielfalt an verschiedenen Lebensmitteltypen oder matrices, mit denen die Assays arbeiten mussten. Aus einem Bereich für medizinische Immunassays kommend, gab es für mich bis dahin nur eine begrenzte Anzahl an verschiedenen Matrizes, mit denen man zu arbeiten hatte. In meinem Fall war es Blutserum. Bei Lebensmitteln haben wir es aber mit einer nahezu unendlichen Auswahl an unterschiedlichen Proben zu tun, von denen jede wiederum ihre eigenen spezifischen Eigenschaften besitzt.

Wie wähle ich das richtige Testsystem aus?

Wie können wir also sicherstellen, dass der hergestellte Testkit für die Verwendung mit so vielen verschiedenen und schwierigen Matrizes geeignet ist? An diesem Punkt kommt die Probenvalidierung ins Spiel. Dieser Vorgang besteht darin, eine bekannte Menge des gesuchten Allergens zur gewünschten Matrix zuzugeben (Dotierung) und dann zu untersuchen, wie viel man von diesem Allergen wieder heraus bekommt (Wiederfindung).Dabei ist es wichtig, dass Immunassays – wie der Name schon sagt – biologische Komponenten (Antikörper) besitzen, die notwendig sind, um das allergene Protein zu detektieren. Wie alle biologischen Systeme, reagieren dadurch auch diese Testkits äußerst empfi ndlich auf variierende Umweltbedingungen.Im Fall von Lebensmitteln funktioniert der Kit in Anwesenheit von stark sauren oder basischen pH-Werten und hohem Salz- oder Fettgehalt möglicherweise nicht mehr so, wie er soll. Viele dieser extremen Bedingungen können während des Extraktionsprozesses entschärft werden. Die Kits verwenden dafür ein gepuffertes System, um einerseits mit den Veränderungen des pH-Werts zurecht zu kommen und andererseits hilft die Zugabe von Puff er auch dabei andere Probleme, wie einen hohen Salz- und Fettgehalt durch Verdünnung zu reduzieren.

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